Nach etwas Hinundher geht es nachmittags endlich los und wir erreichen am frühen Abend Aarhus.

Wunderbarerweise bekommen wir auch einen Stellplatz in Schrittnähe zur Stadt. 

16.06.26

Nach morgendlichem Spaziergang zum Hafen fahren wir durch bis Hilshals, wo die Fähre abends um 20Uhr nach Bergen abgeht. In Hilshals ist nichts los; die Sonne scheint, aber es weht ein starker und kalter Wind. Die Fähre fährt absolut pünktlich ab! 

17.06.26

Morgen um 7Uhr gibt es einen Stop in Stavanger, danach weiter nach Bergen, wo wir um 13Uhr ankommen. Leider ist der Himmel grau und damit auch die Landschaft, die bei schönerem Wetter natürlich noch viel beeindruckender ist. Die Fähre fährt von Stavanger aus durch die kleinen vorgelagerten Inseln. 

Sehr lustig! Der Zoll (strenge Bestimmungen in Norwegen) macht bei jedem Fahrer nur einen Alkoholtest! Sonst wird nichts abgefragt bzw. kontrolliert! Schade; da hätten wir ja mehr mitnehmen können! 

Wir fahren die E39 hoch bis zum Sognefjord, dem größten Fjord Norwegens. Inzwischen fängt es leider auch noch an zu regnen, sodass die Landschaft leider etwas grau bleibt.  Sehr schade!

Die erste Nacht verbringen wir an der Fähre in kleinen Ort Nordeide und stehen direkt am Fjord. Es ist etwas deprimierend, da die Wettervorhersage für die nächsten Tage absolut schlecht aussieht. Regen, Regen, Regen .... 

18.06.26

Während im Süden vor der großen Hitze gewarnt wird, haben wir damit kein Problem! Heute Morgen siehts hier so aus .....

Nebel, Regen und 13Grad ... und es wird nicht deutlich besser werden! 

Wir entschließen uns, zum Sognefjellet hochzufahren, in der Hoffnung dort über die Wolken zu kommen! Wider Erwarten - man sollte nicht in die Wettervorhersage gucken - regnet es doch nicht und wir haben sogar etwas blauen Himmel! Wir fahren auf der Straße 55 und machen den ersten Halt in Kvamsoy.

ein paar Bilder von unterwegs

Wenig später müssen wir in Dragsviki mit der Fähre über einen kleinen Fjordarm des Sognefjords nach Hella übersetzen - dauert nur 5 Minuten.

Der nächste Spot ist an einem Aussichtspunkt, von dem man den Feigefossen am Lusterfjord sehen kann. Er ist 218m hoch und einer der höchsten unregulierten Wasserfälle Norwegens.

Nach dem Ort "Skjolden" liegt der See "Eidsvanet". Hier spiegelt sich ein Wasserfall im See. 

Und jetzt geht's hoch auf 1300m zum Hochplateau SOGNEFJELLET über etliche Serpentinen und sehr schmaler Straßen. Oben angekommen ist es etwas kälter .... , aber es erwartet uns eine grandiose Landschaft. 

Hier - obwohl es viele Möglichkeiten zum Übernachten gäbe - bleiben wir dann doch nicht. Es ist eisig kalt! Also weiter bzw. wieder runter ins Tal, z.T.  am Fluß "Leira" entlang. 

Auf dem Weg befindet sich das "Elveseter-Hotel" mit der Sagasoyla, die mit 34m eine der höchsten Säulen der Welt ist. Die Säule veranschaulicht Schlüsselmomente der norwegischen Geschichte und wurde zuerst nicht fertiggestellt bzw. verboten, da der Bildhauer "Wilhelm Rasmussen" Sympathien für die deutschen Besatzungstruppen geäußert hatte. In den 1980er Jahren fand dann der Besitzer des Elveseterhotels die unvollendete Säule in einem Schuppen, ließ sie fertigstellen und 1992 aufstellen.

Da hier auf dem Parkplatz das Übernachten verboten ist, fahren wir noch ein Stück weiter und finden einen Parkplatz am Fluß Bovre. Später kommen noch einige andere Camper und der kleine Platz wird proppenvoll ...

19.06.26

Vormittags fahren wir weiter Richtung Lom auf der 55 und machen kurzen Halt an einem schönen Platz an der "Bovre". Lom ist ein Touristenort, an dem wir 2020 schon einmal waren und nicht interessant, also weiter bis Dombas. Hier gehen wir aber mal in einen Supermarkt, um nach den Preisen zu schauen! Von Dombas geht die E136 bis Andalsnes. Die Straße führt durch das Romstal mit dem Fluß "Rauma" und wird im letzten Drittel von bis zu 1800m Bergen mit unzähligen Wasserfällen begrenzt. Sehr beeindruckend! Leider kann ich fast keine Fotos machen, da das Wetter  inzwischen etwas regnerisch ist und die Bilder daher nicht gut werden. In Andalsnes umfahren wir einen kleinen Fjordarm, um bei nächsten Arm mit der Fähre nach MOLDE überzusetzen. Inzwischen regnet es .... Einen Parkplatz zum Übernachten finden wir erst im 3.Anlauf an einem kleinen Hafen (Fischer gefragt), von dem morgen auch die Fähre zur Insel OTROYA abgeht. 

Wie vorgestern, sagt die Wettervorhersage, dass es wieder tagelang regnen soll ..... Mal sehn, vielleicht stimmt das wieder nicht! HOFFENTLICH!!

20.06.26

PECH GEHABT! Es regnet den ganzen Tag! Unser ursprünglicher Plan, auf die Insel Otrya zur, von nepalesischen Sherpas angelegten Steintreppe zu fahren und 2200 Treppenstufen hochzugehen, um dann einen grandiosen Panoramablick zu haben, entfällt! Wir entschließen uns, über die Atlantikroute - Atlanterhavsveien - nach Trondheim zu fahren. Sie schlängelt sich bis Kristiansund weit draussen am Meer über Brücken und Dämme von Insel zu Insel. 

Hauptattraktion, die 260m lange und 23m hohe STORSEISUND-Brücke, die über den Lauvoyfjorden zur Insel Averoya führt. Aus einer bestimmten Perspektive, denkt man, sie würde an der höchsten Stelle enden ...

Da wir in Trondheim ohnehin nichts mehr machen werden, halten wir an einem Parkplatz ca. 60km vor der Stadt und wunderbarerweise kommt abends kurz die Sonne raus! 

da es heute so trüb war, sind Schwarz-weiß-Bilder realistischer ...

21.06.26

Vormittags nur eine kurze Strecke, dann sind wir in Trondheim. Hier soll es im Jahr an 220Tagen regnen und wir haben Glück – es regnet erst mal nicht! Die Stadt wirkt leer und wir erfahren, dass der Sonntag in Norwegen wirklich Ruhetag ist. Sogar Restaurants und Cafe‘s sind nur ganz wenige geöffnet. Wir machen den üblichen, im Reiseführer vorgeschlagenen Rundgang und finden auch ein Cafe, dass geöffnet ist. 

An unserem Parkplatz im Hippieviertel könnten wir auch übernachten, aber wir entschließen uns dann doch später, nach Schweden rüberzufahren. Midsummer wird in Norwegen gar nicht gefeiert und in Schweden haben wir auch den Tag verpasst, da es immer am Freitag um diese Zeit gefeiert wird. Das war am 19.06…. Egal! Es ist lange hell und wir erreichen Schweden nach 1 ½ Std. und übernachten auf einem Parkplatz an der Grenze. 

22.06.26

Unglaublich! Regen und 7Grad!! Heizung an!!

Heute wird nur gefahren, gefahren, bis es wärmer ist! Schließlich finden wir in Sveg einen Platz am Ljusnanfluss - ganz alleine! Und können auch etwas in der Sonne sitzen! Morgen gehts trotzdem weiter Richtung Süden! 

23.06.26

Und es geht weiter Richtung Süden bzw. Richtung Vänern-See. Zwischendurch eine kleine Pause in Mora und weiter .... bis zur "Western-Ranch", einem kleinen Campingplatz mit Saloon, Bar und Restaurant für 9€!! Wir sind auf einer großen Wiese, direkt am Fluss, fast allein. Nur ein einziges anderes Womo da! Unglaublich!! Hier werden wir mal 3 Tage bleiben und uns vom vielen Fahren erholen, wandern gehen, paddeln, Fahrradfahren usw.

24.06.26

Kleine Fahrradtour in den nächsten Ort EKSHÄRAD. Sehr kleiner Ort, aber mit 2 Supermärkten. Den Rest des Tages haben wir nur rumgedümpelt und die Stille genossen. Abends grandioser Sonnenuntergang! 

25.06.26

Kleiner Spaziergang am Fluss; dann entschließen wir uns, da wir hier nicht ins Wasser springen können, doch weiterzufahren und suchen einen Platz, wo wir auch ins Waser springen können. Auch hier werden zum Wochenende die Temperaturen auf über 30Grad ansteigen. 

In Munkfors gibt es am Fluss "Klarälven"  gegenüber dem Parkplatz eine Badestelle.

27.06.26

Inzwischen ist es hier auch heiß, aber wir können schön Schatten am Womo machen!

und fahren dann doch vormittags weiter Richtung Süden nach Grims am Grimsfjoren. Hier stehen wir direkt am See mit etlichen anderen Womos. Zum Glück sind wir früh dran und ergattern einen Platz! Nachmittags radeln wir in den Ort und staunen immer wieder, dass man kaum eine Menschenseele sieht. Kein Cafe, kein Restaurant, kaum ein Geschäft, nur "Sibylla" offen - die Fastfoodkette hier in Schweden. 

27.06.26

Weil es so schön ist und es heute noch einmal sehr heiß wird, bleiben wir noch einen Tag hier ...

29.06.26

Morgens noch ein Sprung in den See und dann geht's weiter. Ziel ist Fjälbacka, das mir meine Freundin als absolutes MUSS empfohlen hat. Auf der Strecke machen wir Halt am Dalslandkanal, auf dem man unendlich viele Kanutouren machen kann. 

Da es in Fjälbacka nur einen teuren Campingplatz und sonst nur Tagesparkplätze gibt, und wir auch Fahrradfahren wollen, nehmen wir den off. Stellplatz im 7km entfernten Hamburgsund. 

Fjällbacka, ein kleiner Fischer- und Touristenort: Gorch Fock ist hier begraben, Ingrid Bermann machte hier regelmäßig Urlaub; ihre Asche wurde hier auf dem Meer verstreut. In der Kungsklyfta wurden Teile des Films "Ronja Räubertochter" gedreht. 

30.06.26

Heute werden wir Schweden verlassen und fahren zur Fähre nach Göteborg. Da die Fähre erst nachts geht ist Zeit, die Stadt anzusehen.  

Am 01.07. um 01:30 fährt die Fähre pünktlich ab.

01.07.26 

05:15 Uhr sind wir in Frederikshavn, sind todmüde und suchen einen Platz zum Schlafen. Später wechseln wir zu einem Campingplatz in Lokken, da es doch schwierig ist, einen akzeptablen Stellplatz zu finden.  

02.07.26

Es regnet ....