08.12.25 Beaune
Am 06.12. pünktlich um 7 Uhr gestartet und jetzt nach Übernachtungsstop in Bad Naumheim, am nächsten Tag - schon in Frankreich - in Montbeliard jetzt in Beaune "gelandet". Wir fahren mit unseren Freunden aus Westerland, trennen uns aber morgen, da wir Richtung San Sebastian wollen und Urte und Wolfgang nach Aguilas. Endlich ist auch nach viel Regen heute die Sonne rausgekommen.
Beaune ist ein kleines nettes Städtchen, durch das wir nachmittags gemütlich flaniert sind.
09.12.25
Nach "tränenreichem" Abschied fahren wir in Chalon-sur-Saone die N70 Richtung Clermont Ferrant. Autobahn wenig befahren! Hügelige Landschaft, wunderschön. In Parag-le-Mondial weiter auf der N79 Richtung Bordeaux. Das Wetter herrlich!
Nachmittags erreichen wir den vorher ausgesuchten Stellplatz in Brive-la-Gaillarde, an einem kleinen Fluß in Stadtnähe. Spaziergang führt uns zum Weihnachtsmarkt. Überall Teddybären - sie stehen, hängen, liegen, sitzen überall rum. Die Sonne geht erst gegen 17:30 unter und es ist so warm, dass wir draußen vor einem Cafe sitzen können!
10.12.25
So ein Pech! Schönes Wetter vorbei .... Regen, Regen den ganzen Tag! Eigentlich wollten wir bis San Sebastian fahren, machen aber 1 Std. vorher in Capbreton Schluß. Großer Stellplatz direkt am Surferstrand. Morgen soll die Sonne wieder scheinen; für San Sebastian wesentlich besser! Und wenn wir vormittags ankommen, bekommen wir hoffentlich eher einen Platz, da ja viele Camper vormittags weiterfahren.
11.12.25
Vormittags erreichen wir im Sonnenschein die schöne Stadt SAN SEBASTIAN. Fahrräder raus ...
Auf dem Berg Monte Urgull mit schöner Aussicht auf die Stadt
Was macht man nach Sonnenuntergang? Rundgang durch die Altstadt und Pintxos (Pinchos) essen! Es sind die baskischen Tapas, ein Snack zu Bier und Wein.
12.12.25
Am nächsten Morgen, sobald es hell wurde, fahre ich schnell mit dem Fahrrad zur Westseite der Bucht "La Concha" zu den Windkämmen "Peine del Viente" des Bildhauers Eduardo Chillida, der in Berlin auch die Skulptur vor dem Bundeskanzleramt gemacht hat.
Danach Weiterfahrt mit Ziel "Burgos", Hauptstadt v. Altkastilien und Sitz eines Erzbischofs. Auf der Fahrt dichtester Nebel.
Hier ist es jetzt leider wieder ziemlich kalt! Nur 8-10 Grad. Wir fahren vom Stellplatz ca. 20Min. in die Stadt und besichtigen als erstes die Cathedrale "Santa Maria", deren Bau (Beginn 1221) erst endgültig Mitte des 16.Jahrhunderts erst fertiggestellt wurde.
An den Promenaden entlang des "Rio Arianzon" kann man gut mit dem Fahrrad entlang fahren, vorbei an der "Arco de Santa Maria" und der "Puente de Santa Maria". Da es uns zu kalt ist, halten wir uns nicht mehr lange in der Stadt auf und verbringen den Rest des Tages in unserem Häuschen ....
13.12.25
Eigentlich wollten wir bis Salamanca fahren, haben dann aber im Reiseführer von Valladolid gelesen und mittags dort einen Stop gemacht. In der Vergangenheit Residenz der spanischen Könige und Wirkungsstätte bedeutender Künstler. Daher ist es wohl sehenswert! Kolumbus verbrachte hier, krank und enttäuscht seine letzten 2 Jahre! Zuerst geht es zum Plaza Major - dort befindet sich das Rathaus und z.Zt. der Weihnachtsmarkt.
Die nächste Sehenswürdigkeit ist die Kathedrale, auch "La Inconclusa" die Unvollendete genannt. Aus wirtschaftlichen Gründen wurde sie nie fertiggestellt. Aber sehenswert und der Innenraum erstaunlich schlicht gehalten.
Auf dem Weg zur Universität sehen wir die Iglesia de Santa Maria "La Antigua"
Die Universität aus dem Jahr 1346
die Kirche "San Pablo"
und der Eingang des "Colegio de San Gregorio" mit heute dem Nationalen Skulpturenmuseum (heute geschlossen)
Es gibt noch unendlich viele Kirchen, Plätze, Parks .... insgesamt ist es lohnenswert, die Stadt zu besuchen!
Nach ca. 4 Std. machen wir uns dann doch auf den Weg nach Salamanca. Aber - da der Stellplatz dort Öffnungszeiten von 12-12 hat, lohnt es sich dann doch nicht. Wir halten kurz vor der Stadt in einem ganz kleinen Dorf "Castrillo de la Guarena" , das nur aus 6 Häusern besteht. Aber es hat einen off. Stellplatz auf einer Wiese! Dort übernachten wir und fahren morgen in die Stadt.
14.12.25
Der Tag begrüßt uns mit dichtem Nebel und kalt ist es ! Daher nehmen wir den Bus nach Salamanca und spazieren durch diese wunderbare Stadt. Das erste, das wir sehen, ist das Dominikanerkloster "Convento de San Esteban".
Unser Reiseführer sagt, dass der beste Blick auf die Catedral vom Flussufer aus ist. Wir gehen über die Puente Nuevo am Ufer entlang und Puente Romana wieder zurück. Von den 27 Bögen über dem Fluß Tormes sind noch 15 aus der römischen Zeit. Die Cathedralen NUEVA und VIEJA sind noch im Nebel, der sich aber langsam lichtet.
Portal einer der Kathedralen. Es ist etwas unübersichtlich, was hier die Alte und die Neue Kathedrale ist - am besten aus der Ferne an den Türmen zu erkennen! Der größere Turm gehört zur Catedral Nuevo. Die Kathedralen stehen am Platz Anaya mit dem Palast Anaya, wo z.Zt. auch der Weihnachtsmarkt ist.
Nach einem Cafe Cortado spazieren wir weiter und sehen das Muschelhaus "Casa de las Conchas" . Inzwischen ist der Nebel weg und wir haben blauen Himmel!
Gegenüber vom Muschelhaus befindet sich die Barockkirche "La Clerica", an der die Universität "Pontifica" angebaut ist. Wir gehen über eine laut knarrende, schmale Holztreppe den Turm hoch und haben einen fantastischen Blick über die Stadt und in den Innenhof.
Mittelpunkt von Salamanca ist der Plaza Mayor, der von dreistöckigen Häusern mit Arkaden umgeben ist. An der Nordseite liegt das Ayuntamiento (Rathaus) und der Pabellon Real. Tolle Atmosphäre! Abends sprüht hier das Leben. Aber wir bleiben nicht - es ist zu kalt!
Auf unserem Rundgang zur eigentlichen berühmten Universität Salamancas gibt's noch weitere Gebäude zu sehen
und jetzt noch ein Highlight - die einst weltberühmte "Universität Salamanca" am "Patio de las Escuelas"
15.12.25
Am nächsten Morgen dichtester Nebel - wir wechseln uns auf der Fahrt Richtung Süden ab und erreichen ohne weiteren Stop, da das Wetter wirklich nicht schön ist, am späten Nachmittag Huelva. Ja, was ist nun besser? Kälte und blauer Himmel oder Wärme mit grauem Himmel + Regen ....
16.12.25
Unser Parkplatz "Paraje de la Rabida" wahrscheinlich bis Samstag. Von hier sind es bis zur Fähre nur 10Minuten.
Wir fahren kurz nach Ayamonte - Grenzort zu Portugal - um unsere deutschen Gasflaschen auffüllen zu lassen, um einzukaufen und um etwas rumzulaufen. Der Ort ist wie ausgestorben und sowieso nicht wirklich interessant. Und es bläst ein kalter Wind. Egal - bisher haben wir viel Glück gehabt!
17.12.25
Ein wunderbarer Tag! Ohne es geplant zu haben, sind wir auf einem sehr schönen Platz gelandet:
1992 jährte sich die Entdeckung Amerikas zum 500.Mal. Dies wurde zum Anlass genommen, die Umgebung des Klosters „La Rabida“ am Ufer des Flusses „Tinto“ umzugestalten. In diesem Kloster fand Kolumbus Unterschlupf und hat sich u.a. auch mithilfe der Mönche auf die Reise vorbereitet. Unten am Fluss, an der „Muelle (Mole) de las Carabellas“ liegen die originalgetreuen Nachbauten der Schiffe Santa Maria, Pinta und Nina, die hier am 3.August 1492 den Hafen „Palos de la Frontera“ verließen und Amerika entdeckten!
1992 wurde auch das „Foro Iberoamericano“ (Kulturgebäude) gebaut und ein wunderschöner Botanischer Garten „Jose Celestino Mutis“ angelegt, der mit vielen fließenden Wasserläufen beeindruckt. Plätze sind einigen amerikanichen Ländern gewidmet, deren Fauna im Park präsentiert wird. Am Eingang erwartet uns Micky Maus ….
Das ganze Terrain ist wunderschön angelegt mit einem großen Parkplatz vor dem Forum, auf dem wir umsonst bis Samstag stehen können.
Das open-air-Museum, das Kolumbus gewidmet ist.
Spaziergang zum Botanischen Garten
Der Bot. Garten, wo uns Micky Maus und andere Gestalten begrüßen ..
Heute Abend! Das musste mal sein ....
Wenn man dann weiter über den Platz recherchiert, erfährt man noch mehr - merkwürdigerweise ist darüber in den deutschen Medien
nichts zu lesen ...
Im Dezember 1992 überquerten die venezolanischen Piloten Francisco Pacheco und Tomás Spanier in der entgegengesetzten Richtung, die Kolumbus auf seiner 3. Reise (1498) benutzte, mit einem Hubschrauber, genannt „La Guacamaya“ (die Farben des Hubschraubers ahmen das Gefieder des Flaggenara nach) den Atlantik, um das 500-jährige Jubiläum der ersten Reise von Kolumbus zu feiern.
Als Erinnerung an diese transatlantische Luftreise schenkte Venezuela (Tokoara-Stiftung) der Stadt einen riesigen kugelförmigen Stein aus dem Orinoco-Fluss, der per Boot nach Puerto de Palos transportiert und als Teil des 'Plaza Macuro' unterhalb des Klosters installiert wurde, sowie eine blaue Skulptur des venezolanischen Künstlers Rafael Barrios mit dem Titel "Dritter Horizont“. Der Hubschrauber landete genau an diesem Punkt und im Beton sind die Handabdrücke der Piloten, sowie die Kufen des Hubschraubers zu sehen.
18.12.25
Zum Wassertanken und Einkaufen müssen wir kurz nach Huelva fahren, kommen danach aber an unseren Platz zurück. Auf dem Hinweg ist das "Monumento a Colon" zu sehen, das nicht Kolumbus darstellt, sondern einen Franziskanermönch aus dem Kloster Rabida. Es ist allen Seeleuten gewidmet, die an den Erfolg der Kolumbus-Expedition glaubten, 37m hoch und befindet sich an der Mündung der Flüsse Rio Tinto und Odiel.
Spaziergang durch Huelva, das weihnachtlich geschmückt ist. Wir konnten sicher direkt am Hafen parken,
Da uns das Museum Kolumbus so begeistert hat und die Schiffe abends angestrahlt werden, mussten wir unbedingt noch einmal hin - zumal der Eintritt nur 1,50€ kostet .... und ich kann dann auch mal wieder Nachtfotografie üben ....
19.12.25
Bevor es regnet, sausen wir noch schnell in den eigentlichen Ort "Palos de la Frontera" und geben uns den Rest mit Thema "Kolumbus"
Beate Reinicke
